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jojo

Buchsammlerin

Die Erfindung der Violet Adams

Die Erfindung der Violet Adams (Gebunden) - Lev A.C. Rosen, Hanne Hammer Cover Das Cover finde ich im Gegenteil zum Original viel schöner, angefangen bei den Farben, bis hin zu den Verzierungen, sowohl mit und ohne Umschlag. Das Cover passt perfekt zu der Handlung und hat meine Neugierde sofort geweckt gehabt. Hier hat der Verlag mal wieder sein gutes Händchen in Sachen Covergestaltung bewiesen! Meine Inhaltsangabe Violet Adams lebt im London in dem Jahr 1883 und ist ein Wissenschaftsgenie, welches so gerne an das rennomierte Eliteinternat Illyria gehen möchte, jedoch diese Frauen an der Akademie nicht zulassen. Deshalb beschließt sie, sich als ihren Zwillingsbruder auszugeben und als Mann verkleidet ihr Jahr an der Akademie zu verbringen, und später, wenn sie dann Erfolg in ihren Wissenschaften hatte, sich zu outen. Doch was nicht mit eingeplant war, war, dass es ziemlich verhängnisvoll werden kann, wenn man sich ausgerechnet als falsches Geschlecht verkleidet verliebt und selbst auch angebetet wird. Zudem kommt noch dazu, dass Violet mit ihren Freunden einer mysteriösen Verschwörung auf den Grund kommt, die niemand vorher geahnt hätte.... Charaktere Die Charaktere sind mit viel Liebe und Humor gestaltet worden und der Autor deutet auch vorab darauf hin, dass man sie lieber nicht nacheifern sollte, da alle "im höchsten Grade wahnsinnig" sind, was ihn als Autor auch sehr sympathisch wirken lässt, wie auch der Rest des Vorwortes. Violet ist ein wirkliches Genie und hat mir als Charakter super gefallen, sowie auch Jack, den ich wegen seinem Humor sehr gemocht habe und auch seine Erfindungen sehr lustig fand. Alle Charaktere hier aufzulisten würde schlichtweg keinen Sinn ergeben, aber ich kann soviel sagen, dass jeder Einzelne etwas ganz Besonderes an sich hat, seine eigene "Verrücktheit", und mir (außer die Fieslinge natürlich) alle sehr sympathisch waren. Man hat richtig gemerkt, wie sich der Autor Gedanken gemacht hat und somit die Charaktere zum Leben erweckt hat, weshalb allein schon das Buch sehr viel Lesefreude bereitet. Meine Meinung Wie schon bei den Charakteren erwähnt, fand ich den Schreibstil sehr humorvoll und musste ab und an wirklich schmunzeln. Trotzdem kamen andere Emotionen nicht zu knapp, sodass "Die Erfindung der Violet Adams" zu einer eigenen Welt für sich wurde, in der ich gerne abgetaucht bin und ich leider sagen muss, dass ich wirklich mal enttäuscht bin, dass es von einem Buch keine Fortsetzung geben wird. Obwohl dies das Buch auch nochmal zu etwas Besonderem macht. Mir gefallen Bücher die in London im 19. Jhd. spielen immer sehr gut, weil das irgendwie etwas Märchenhaftes hat und deshalb war ich auch wirklich erfreut, dass das Buch in dieser Zeit spielte. Der Autor verleiht mit seinem Werk Einblicke in die politische Situation, was vor allem die Frauen angeht, in London im 19. Jhd. und stellt mit seinem Buch fast schon provozierend dar, wie Frauen auf ihr Geschlecht reduziert werden, obwohl sie auch zu viel mehr bestimmt sein können. Darüber hinaus lässt sich noch sagen, dass die Kapitel eine angenehme Länge hatten, ich jedoch relativ lange für eine Seite gebraucht habe, so um die Minute. Es war aber dabei nie ermüdend und hat nicht viele theoretische Teile der Physik oder Ähnliches beinhaltet, eigentlich so gut wie gar nicht, was mich positiv überrascht hat, denn so hat mir das Buch auch gefallen, obwohl ich kein großer Wissenschaften-Fan bin.- Also habt nur Mut dieses grandiose und durch seinen Charme bezaubernde Buch zu lesen und teilt auch ruhig eure Meinung mit mir. Fazit Ich gebe diesem sehr liebevoll geschriebenen Buch 5/5 Sternchen mit einem Plus :)