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jojo

Buchsammlerin

Blutbraut

Blutbraut - Lynn Raven over Das Cover wirkte auf mich erst etwas düster, doch später hat es mir gut gefallen.Es passt gut zum Buch, der hohe Kragen, der meiner Meinung nach Lucinda den "Hals zuschnürt", sie immer mehr bedrängt. Meine Inhaltsangabe Lucinda ist eine Blutbraut. Und genau das macht sie so begehrenswert für Joaquín, ein mächtiger Magier der bald zu einem Nosferatu werden würde, einem sehr bösen Magier, ohne Lucindas Blut. Doch diese möchte ihm ihr Blut nicht geben und nur freiwillig hätte das Blut seinen Nutzen. Also nimmt Joaquín sie in seinem Haus auf Santa Reyada zu sich und versucht sie vor anderen Feinden außerhalb zu schützen, die es ebenfalls auf ihr Blut abgesehen haben. Doch aus der baldigen Angst vor Joaquín,die Lucinda hat, wird bald schon etwas anderes, etwas, was sich Lucinda lange nicht traut einzugestehen und so muss sie sich entscheiden, ob sie ihre Angst überwinden kann und Joaquín retten, oder ob sie zusehen soll, wie er nach und nach in das Verderben läuft. Charaktere Lucinda: Lucinda war mir immer etwas zu dramatisch, klar, ich hätte auch Angst, wenn jemand mei Blut würde trinken wollen, aber ich fand sie auch einfach dermaßen egoistisch, nur wegen ihrer Angst Joaquín nicht helfen zu wollen. Ihr Charakter war...okay. Joaquín: Er ist eine Art Vampir und Magier und wird ohne Lucindas Blut zu einem Noferatu, dass heißt, er wird böse und schließlich umgebracht, weil er für die anderen Menschen eine zu große Bedrohung darstellen würde. Ich fand im Gegensatz zu Lucinda seinen Charakter sehr gelungen und facettenreich, man wusste immer nicht genau, woran man gerade bei ihm ist. Er konnte sympatisch aber auch richtig fies wirken. Meine Meinung Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich mehr begeistert als im Nachhinein. Die Geschichte hat sich ziemlich lange hingezogen, und zwar die kompletten 737 Seiten des Buches! Die Spannung war nie wirklich da, ich konnte das Buch immer getrost auf die Seite legen, um etwas anderes zu machen, deshalb musste ich mich zwingen, es in innerhalb einer Woche fertig zu lesen, da einfach nichts Spannendes passiert ist. Mal damit angefangen: Lucinda ist doch wirklich sehr egoistisch, Joaquín nicht ihr Blut zu geben, damit er nicht stirbt. Klar, sie muss dann regelmäßig sein Blut trinken, aber dafür,dass dann ein geliebter Mensch nicht stirbt ist der Preis den sie zahlen muss okay. So hat sich eigentlich das ganze Buch darum gedreht, dass Lucinda immer wieder panische Angst vor dem Biss hat und die ganze Zeit wurde nach einer Lösung gesucht, obwohl die ja von Anfang an auf der Hand lag. Manchmal dacht' ich bei mir dann nur noch so :"Beiß sie doch einfach, Joaquín", aber das würde ja wieder nicht funktionieren, weil das Blut freiwillig gegeben werden muss! Da merkt man einfach, dass das nicht gut durchdacht ist, sondern einfach nur als "Ausrede" genommen wurde, weil sonst die ganze Handlung eigentlich für den Mülleimer wäre. Zudem war die Handlung einfach manchmal teilweise zu verworren und undurchschaubar, was das Lesen sehr anstrengend gemacht hat und auch unnötig kompliziert. Zudem war die Kapitellänge für meinen Geschmack zu lang. Aber gut- es gab auch ein paar schöne Seiten. Zum Beispiel hat mir die zaghafte Annäherung zwischen Joaquín und Lucinda sehr gefallen und auch, dass die einzelnen Charaktere gut durchdacht waren. Zudem waren die Landschaftsbeschreibungen gut und ausführlich- manchmal aber eben zu ausführlich. Alles in einem würde ich sagen, dass dieser Romantasy-Roman zwar gute Ansätze hatte und die Geschichte ebenfalls viel Potenzial, dieses aber leider nicht ausgeschöpft wurde. Fazit Ich gebe dem Buch damit 2,75/5 Sternchen.